Für Entscheidungen im gewerblichen Rechtsschutz sind oftmals eine Vielzahl technischer, rechtlicher und strategischer Aspekte zu bewerten. Auch Einschätzungen über die aktuelle und zukünftige Marktsituation spielen eine gewichtige Rolle, wenn beispielsweise zu klären ist, ob eine Erfindung angemeldet werden soll oder nicht. So empfiehlt sich gerade bei Know-how absichernden Entscheidungen die enge Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen und Fachrichtungen, zumal sich einige kritische Entscheidungen im Nachhinein nicht mehr umkehren lassen.
PatOrg IP Decision Management ist eine Internet-basierte Software-Lösung zur Unterstützung der Entscheidungsfindung im gewerblichen Rechtsschutz von der strategischen bis zur operativen Ebene. Sie ermöglicht es, Entscheidungsprozesse einfach und effizient auf Basis von vier grundlegenden Konzepten zu systematisieren.

Entscheidungsobjekte formen dabei die aus Erfindungen und Schutzrechten bestehenden Einheiten, über die Entschlüsse als Ganzes zu fällen sind. Die integrierte Wissensbasis ermöglicht es, alle Entscheidungsprozesse detailliert abzubilden. Mit dem Scoring-System von IP Decision Management lassen sich darüber hinaus in vielfältiger Weise Bewertungen definieren und durchführen. Auf Basis von Entscheidungsvorlagen können schließlich Entscheidungen als solche zusammen mit möglichen Handlungsoptionen beschrieben und dokumentiert werden.

Entscheidungsobjekte. Das Entscheidungsobjekt ist das zentrale Konzept von IP Decision Management. Es verweist auf eine beliebige Anzahl von Akten, für die Entscheidungen gemeinsam vorbereitet, koordiniert und verwaltet werden sollen. Jede in PatOrg IP Management verwaltete Akte zu einer Erfindung oder einem Schutzrecht, gleich welcher Art, lässt sich dabei für ein Entscheidungsobjekt referenzieren.

Ein Entscheidungsobjekt ermöglicht es zudem, Personen zu benennen, die in Entscheidungsprozesse zu den jeweiligen Akten involviert sein können. Jede Person lässt sich dafür bestimmten Funktionen zuordnen, um ihre Zuständigkeiten genau festzulegen. Mit Funktionen werden sowohl Kompetenzen als auch Befugnisse einer Person beschrieben. So gelingt es leicht, für jede beteiligte Person insbesondere zu spezifizieren, welche Bewertungen sie durchführen und welche Entscheidungen sie fällen darf.

Wissensbasis. IP Decision Management verfügt über eine frei konfigurierbare Wissensbasis. Mit ihr können Regeln auf Basis von Entscheidungsobjekten definiert werden, um mögliche Empfehlungen und Folgeaktionen festzulegen. Jede Regel besteht aus einer Prämisse und einer Konklusion. Die Konklusion legt dabei die Aktion fest, die auszuführen ist, wenn sich die in der Prämisse formulierte Bedingung bewahrheitet. Für die Erstellung von Bedingungen bietet IP Intelligence ein weites Spektrum an Kriterien an. So lassen sich beispielsweise Ergebnisse der durchgeführten Bewertungen abfragen, Zeitspannen, das Vorkommen bestimmter Ereignisse und Bescheidungen vom Amt. Dazu können auch alle Daten für Bedingungen genutzt werden, die in den zugehörigen Akten in IP Management gespeichert sind, wie etwa der Tag der Anmeldung oder Erteilung eines Patentes. Bewertungen. Um die Entscheidungsfindung zu systematisieren, unterstützt IP Decision Management das Bewerten relevanter Aspekte im Hinblick auf die zu fällenden Entscheidungen. So können Bewertungsbögen für verschiedene Fragestellungen definiert werden, die es ermöglichen, Fakten und Einschätzungen von allen Verfahrensbeteiligten zu sammeln. Zur Erleichterung der Auswertung lassen sich zu einzelnen Punkten gültige Antworten vorgeben und mit einem Punkte-System verknüpfen. Auf Basis der Punktzahlen können wiederum Regeln mit der Wissensbasis festgelegt werden, um Bewertungen mit bestimmten Aktionen und Empfehlungen zu assoziieren. IP Decision Management bietet somit ein flexibles Scoring-System mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.

Entscheidungen. IP Decision Management ermöglicht es, Entscheidungsvorlagen zu definieren, um auch Entscheidungen als solche spezifizieren zu können. Eine Entscheidungsvorlage beschreibt die Entscheidungssituation und die in Frage kommenden Handlungsoptionen. Ferner ist vermerkt, welche Personenfunktionen befugt sind, die jeweilige Entscheidung zu treffen. Zur rechtlichen Dokumentation können die sich aus den Vorlagen ergebenden Entscheidungsbelege elektronisch signiert werden.